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Das Merinoschaf

 

Merinoschaf.jpg

 

 

 

 

 

 

Geschichte

 

Das Merinoschaf oder Merinolamm ist für seine hochwertige Wolle bekannt.

Es ist eine Feinwoll Schafrasse.

Urprünglich stammt diese Art aus Marokko und dem übrigen Nordafrika, im frühen Mittelalter gelangte das Merinolamm durch die Mauren und Berber nach Spanien.

Hier verdrängte es schnell die einheimischen Schafarten aufgrund der begehrten Wolle.

Das Königreich Kastilien auf dem Spanischen Festland entwickelte sich fortan zum wichtigsten Lieferanten von Merinowolle.

In diesem Gebiet verbietet der Verband der Schafzüchter Mesta eine weitere Verbreitung der Schafe so das die Kastallische Rasse unterschiede zu den Schafen in Deutschland und Australien aufweißt.

Bis ins 19. Jahrhundert wurde durch die Gesetzgebung des Spanischen Königshauses eine mögliche Ausfuhr des Merinoschafes mit dem Tode bestraft.

Dies festigte die Monopolstellung Spaniens für Merinolammfell über 500 Jahre.

Im 18. Jahrhunder tauchten erste Tiere in Deutschland auf.

Das wertvolle "Diebesgut" wurde weitergezüchtet und mit einheimischen Arten gekreuzt.

So entstand das Merinolandschaf und das Merinofleischschaf.

über 30% der Deutschen Schafpopulation bildet das Merinolandschaf, sein zusammenhängendes Wollkleid wiegt zwischen 3-5 Kg.

Davon verteilt sich die Hälfte des gewichtes auf Schmutz und Pflanzenreste.

Erst im 19. Jahrhundert begann auch außerhalb Spaniens die Zucht dieser Rasse, so zum Beispiel in Australien, dem heutigen Hauptlieferant für Merinowolle.

(australisches Merinolammfell)

 

 

 

Namensgebung

 

Vermutlich stammt der Name aus der Berberdynastie der Meriniden, die zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert in Spanien seßhaft wurden.

Das Wort selbst wurde zum ersten mal anfang des 14. Jahrhunderts in enem Kaufvertrag erwähnt.

Ein genuesischer Kaufmann erwarb 29 Säcke Wolle in Tunesien (lana que appellatur merinus)

 

 

Zucht

 

Die Schafe legen in Kastallien in jedem jahr zwischen Sommer und Winter zwischen Ihren weiden eine Strecke von über 800 km zurück.

Das Fleisch des Tiers wurde früher nicht verzehrt, Aufgrund der langen Wanderungen wird das Fleisch zäh, viel warscheinlicher ist aber das das Merinolamm einfach zu

wertvoll zum schlachten war.

Bis heute dient es hauptsächlich als Felllieferant.

Nur in Deutschland wird es auch den Fleischschafrassen zugeordnet.

Ein ausgewachsenes Tier gibt zwischen 2 und 4 Kg (gewaschene Wolle) im Jahr, besonder gesunde Zuchtschafe geben bis zu 10 Kg.

 

 




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